Tod oder tot

Sich bei der Schreibweise Tod oder tot zu irren, ist ein Fehler, der recht häufig vor kommt. Besonders dann, wenn es um Zusammensetzungen geht, wird die Schreibweise leider allzu häufig verwechselt. Dabei kann man sich eigentlich recht simpel sogenannte "Eselsbrücken" bauen, um eine fehlerhafte Schreibweise von Tod oder tot faktisch auszuschließen.

Zwischen der Schreibweise der Worte Tod oder tot gibt es eigentlich nur einen minimalen Unterschied. Die d-Schreibweise steht für das Substantiv "Tod" und die t-Schreibweise für das Adjektiv oder den adjektivischen Gebrauch des Wortes. Somit ist schon geklärt: Das Substantiv, also "der Tod", wird nicht nur mit einem "d" am Ende, sondern vor allen Dingen groß geschrieben. In Zeiten, da aber zum Beispiel im Internet immer häufiger (und sehr zum Leidwesen der Schreibfähigkeit) auf Groß- und Kleinschreibung verzichtet wird, muss man sich die Unterscheidung auf anderen Wegen merken.

"tot" mit t-Endung
Will man einen Zustand eines Menschen, eines Tieres oder eines Objektes beschreiben, handelt es sich um ein Adjektiv. Um sicher zu gehen, kann man sich selbst noch die Frage stellen: Wie oder was ist die Person, das Tier, die Sache?

"Noch ein Wort und ich schlage dich tot!" - Was ist die Person nach der Handlung? Richtig, tot. Schreibweise folgerichtig mit einem "t" am Ende.
"Nach tagelanger Suche konnten die Rettungskräfte nur noch den toten Körper der vermissten Person bergen." - Was ist die vermisste Person? Richtig, sie ist tot. Ergo folgt auch hier wieder die Kleinschreibung und das "t" in der korrekten Schreibweise.
"Nachdem die herbei gerufene Polizei gewaltsam die Wohnung geöffnet hatte, fanden die Beamten die Tote im Wohnzimmer." - Hier greift die Großschreibung, weil das Wort substantivisch gebraucht wird und im Grunde nur "die tote Frau" verkürzt. Aber es geht wieder um die Beschreibung des Zustandes der aufgefunden Person - sie ist tot. Also muss auch hier ein "t" Verwendung finden.

"Tod" mit d-Endung
Mit der d-Endung findet man die Worte, die als den Tod als Bestimmungswort haben. Der Gebrauch ist grundsätzlich als groß geschriebenes Substantiv vorgesehen. Gemeint ist hiermit das Ableben in allen möglichen Varianten, zum Beispiel als "Todesstrafe". In der d-Schreibweise wird das Wort zudem sehr selten ohne begleitenden Artikel verwendet. Der Tod kam um Mitternacht; Im Angesicht des Todes; Sie hatte den Tod vor Augen. 

"....bis das der Tod euch scheidet." - Wer kennt sie nicht, die Heiratsfloskel? Das Wort wird als Substantiv und Satzsubjekt benutzt - man kann fragen "Wer scheidet?" - und darum die Großschreibung, wie auch die d-Endung.
"Er hat bei seinem Unfall dem Tod ins Gesicht gesehen." - Wieder wird der Tod als Substantiv gebraucht, wenn auch nicht als Subjekt, so doch als Objekt. Wem oder was hat er ins Gesicht geschaut? Dem Tod. Großschreibung und d-Endung ist orthographisch korrekt.



Zusammensetzungen mit Tod oder tot

Problematischer wird es, wenn es um zusammengesetzte Verben oder Adjektive geht. Während bei Zusammensetzungen von Verben zumeist die t-Schreibung greift - totschlagen, totlachen, totstellen - so wird bei Adjektiven, also Eigenschaftswörtern - todernst, todmüde, todsicher - zumeist die d-Endung verwendet.

Die Ableitung für die jeweilige Schreibung ist in der Regel aus der Bedeutung der Zusammensetzungen ableitbar. Bei den benutzten Verben ist das erste Wortglied das Adjektiv "tot", welches einen durch die Verwendung des Verbs getriggerten Zustand be- und umschreibt. Es hilft in dem Fall die Wortzerlegung in einen ganzen Satz.

totlachen - Man lacht so lange, bis man tot ist. Eindeutig die t-Schreibweise, weil Adjektiv.
totschlagen - Man schlägt jemand so lange, bis er tot ist. Und wieder der adjektivische Gebrauch, ergo t-Schreibung.
totstellen - Man tut so, als wäre man tot. Adjektiv, t-Endung.

Bei den zusammengesetzten Adjektiven, die im Normalfall mit "d" geschrieben werden, entsteht ein vergleichendes Element. Diesen Vergleich drückt das erste Wortglied aus.

todernst - Man ist so ernst, wie der Tod. Dem Tod wird "Hurmorlosigkeit" nachgesagt, ergo vergleicht man seinen eigenen und ernsten Zustand mit dem Tod. Zusammensetzung muss demnach mit "d" geschrieben werden.
todsicher - Etwas ist so sicher, wie der Tod (dass am Lebensende der Tod steht). Und wieder wird verglichen. Die eigene Sicherheit, die Aussagt, ein Irrtum ist so sehr ausgeschlossen, wie auszuschließen ist, dass das Leben nicht mit dem Tod endet. d-Endung.
todkrank - Er ist so krank, wie der Tod. Wieder wird etwas verglichen und zwar der Gesundheitszustand mit dem Zustand des Todes. Darum muss auch diese Zusammensetzung mit einem "d" geschrieben werden.

Vorsicht: Es heißt "todbleich", also mit "d" geschrieben, aber verlängert wird daraus "totenbleich" und dann wird es mit "t" geschrieben. Wieso? In der Kurzform bedeutet es "Bleich wie der Tod", dem auch eine fahle Gesichtsfärbung nachgesagt wird. Verlängert bedeutet es aber "Bleich wie die Toten" und hier ist der Bezug auf "tote Menschen" zu erkennen. Ein Toter, also ein toter Mensch, verliert die Gesichtfärbung dadurch, dass das Blut nicht mehr zirkuliert.

Beliebte Fehler bei Tod oder tot

Wer Eindruck schinden will, der bedient sich nicht selten der Aussprüche berühmter Menschen. Will man also selbst durch vermeintliches Wissen glänzen, sollte man vermeiden "Ave Caesar, die Totgeweihten grüßen dich", denn diese Gladiatoren waren dem Tode geweiht und werden aus dem Grund logischerweise - Bezug auf das Substantiv "der Tod" - mit "d" geschrieben und sind somit die "Todgeweihten".

Zweideutigkeiten bei Tod oder tot

Natürlich gibt es auch die berühmte Zweideutigkeit. "Hast du den Tod gesehen?" und "Hast du den tot gesehen?" ist diese Möglichkeit. Doch auch hier hilft eine Satzverlängerung und etwas Nachdenken, um die richtige Schreibweise für sich aufzulösen.

Hast du den Tod gesehen? - Hierbei geht es darum, ob man selbst den Tod (Gevatter Tod, den Sensenmann usw.) vor seinem Auge hatte, also ob man in einer gefährlichen Situation befindlich war. Verlängert: Hast du dem Tod ins Auge gesehen? Der Gebrauch ist wieder als Substantiv gedacht und von daher wird das Wort groß und mit einem "d" geschrieben.
Hast du den tot gesehen? - Bei dieser Schreibweise will der Fragende wissen, ob man eine bestimmte Person tot gesehen hat. Verlängert: "Du bist an der Unfallstelle vorbei gefahren und hast den verunglückten Motorradfahrer tot gesehen?" Verkürzt wird in diesem Satz gefragt, ob man einen toten Menschen tatsächlich wahrgenommen und gesehen hat.

So schwer es klingen mag, die unterschiedlichen Schreibweisen von "Tod" und "tot" zu unterscheiden, so simpel ist es im Grunde doch, wenn man die Worte oder den Satz verlängert. Man muss sich nur klar darüber werden, was soll mit dem Wort ausgesagt werden, wie ist der Bezug.


Öffnungszeiten

Schleifendruck Leipzig - 0341 4611790

 

Montag und Mittwoch:
Dienstag und Donnerstag:
Freitag:

05:30 Uhr - 16:00 Uhr
05:30 Uhr - 20:00 Uhr
05:30 Uhr - 12:00 Uhr

Floristikbedarf Floristik Großhandel Kranzschleifendruck  Schleifendruckerei Trauerspruch Trauersprüche Kranzbänder Schleifenband bedrucken online Siegerschärpen Glückwunschbänder Turnierschleifen
Öffnungszeiten

Schleifendruck Berlin - 033205 71387

 

Montag und Mittwoch:
Dienstag und Donnerstag:
Freitag:

05:00 Uhr - 15:00 Uhr
05:00 Uhr - 21:00 Uhr
05:00 Uhr - 13:00 Uhr

Der Florist Floristik Kranzblumen Trauer Trost und Gedenken Kranzband bedrucken Trauerband und Trauerzeit Trauerspruchband Trauersprüche Kondolenz Gedenkschleife Schärpe Schärpenband für Vereinsbedarf