Trauersprüche und traurige Sprüche

Herkunft

Wer einen nahen Menschen verloren hat, weiß oft nicht, wie er seine Trauer ausdrücken soll. Eine Möglichkeit besteht darin, Verse für Abschied zu schreiben. Diese spiegeln die Verbundenheit zu einer Person wider. Es muss sich nicht um professionelle Texte handeln. Kostenlose Sprüche sind absolut ausreichend, denn sie entstammen einer Person direkt und nicht einem bezahlten Schreiber. Im Normalfall besteht ein Trauerspruch aus ein oder zwei Zeilen, die in knapper Form das Beileid einer Person ausdrücken.
Doch woher kommen diese Sprüche? Haben sie eine besondere Herkunft? Diese Frage lässt sich eindeutig mit "Ja" beantworten. Sie entstammen verschiedenen Religionen. Jede Glaubensrichtung definiert Trauer anders. Manche veranstalten nach einem Todesfall ein großes Fest, während andere lieber Verse für Abschied schreiben. Im Christentum ist es üblich, seine letzte Worte am Grab einer Person zu äußern. Dazu benötigt es Sprüche zur Trauer. Doch nicht nur das. Wer einem Verstorbenen die letzte Ehre erweisen will, gibt eine Traueranzeige auf. Diese Herkunft lässt sich sogar in der Bibel finden. Hier sind Passagen voller Trauersprüche verewigt.
Wenn jemand verstorben ist, setzt oft die Fantasie aus. In so einem Fall können sich Betroffene Trost aus der Bibel holen. Kostenlose Sprüche sind keine Mangelware und lassen sich auch im Internet finden. Mit etwas Suche finden sich für jeden die richtigen Texte für Trauer. Allerdings können kostenlose Sprüche als Notlösung herangezogen werden. Nicht nur eigene Worte sind wahre Worte. 

Tradition

Die Tradition ist eng mit der Bestattungsgeschichte verknüpft. Sie lässt sich bis in die Antike zurückverfolgen. Sogar zu dieser Zeit war es üblich, Menschen zu bestatten. Allerdings wurden zwischen armen und reichen Einwohnern Unterschiede gemacht, ganz zu schweigen von Sklaven oder weniger angesehenen Personengruppen. Bereits die alten Griechen zerbrachen sich den Kopf über Verse für Abschied. Von Platon sind einige Trauersprüche überliefert. Im Mittelalter erhielten die Toten leider keine würdevolle Bestattung. Hier wären kostenlose Sprüche ein echter Luxus gewesen. Verstorbene wurden zu Krisenzeiten der Seuche Pest einfach verbrannt oder in Massengräbern zugeschüttet.
Für einen echten Christen kommt eine Feuerbestattung nicht infrage. Mit dem Siegeszug des Christentums wurde sie im 2. Jahrhundert verboten. Dies blieb auch die nächsten Jahre so und zwar bis zu Beginn der Aufklärung. In dieser Zeit verlor die Kirche an Macht und die Menschen wandten sich wieder mythologischen Vorstellungen zu. Hierbei spielt 1878 eine große Rolle, denn in diesem Jahr wurde das erste Krematorium Deutschlands in Gotha errichtet. Bis heute lassen sich zahlreiche Menschen nach ihrem Tod einäschern und nicht mehr begraben.
Tradition verpflichtet. Auch wenn das Christentum keine so große Rolle spielt, sind Sprüche zur Trauer absolut im Trend. Das lässt sich leicht erklären: Damals wie heute sind Menschen verstorben und das wird sich auch in naher Zukunft nicht ändern. Texte für Trauer können bei der Krisenbewältigung behilflich sein.

Wirkung der Sprüche

Sprüche zur Trauer haben auf den Leser eine besondere Wirkung. Denn sie können als eine Art Bündel von Emotionen angesehen werden. In der Kürze liegt die Würze. Diese alte Weisheit trifft vor allem auf Verse für Abschied zu. Sie zeigen in kürzester Form die Gedankengänge einer betroffenen Person aus der Familie auf. Nicht nur bei der letzten Ehre am Grab spenden Texte für Trauer Trost. Sie können der Familie helfen, besser mit dem Tod umzugehen. Manche Menschen brauchen etwas länger, um so ein Ereignis zu verarbeiten. Wenn es sich um einen tragischen Unfall gehandelt hat, kann es sich sogar um Jahre handeln. Da können sich Texte für Trauer durchaus positiv auswirken. Kostenlose Sprüche können der erste Schritt auf dem Weg zur Krisenbewältigung sein. Denn sie stammen oft aus Federn von Betroffenen, die ihr tragisches Ereignis bereits verarbeitet haben.
Emotionen spielen bei kostenlose Sprüche eine große Rolle. Wer sich seinen Text schreiben lässt, muss echte Gefühle einfließen lassen. Ansonsten wirkt die Trauer nicht authentisch. Doch ein Todesfall belastet jeden Verwandten seelisch und keiner möchte in so einer Situation mahnende Blicke über sich ergehen lassen. Tränen, die Wehmut ausdrücken, werden in der christlichen Gesellschaft als eine ehrliche Geste angesehen. Natürlich sollten sie echt und nicht gespielt sein.
Bei einem Begräbnis sollten die Anwesenden nicht nur klagen und traurig sein. Jeder Mensch hat positive Eigenschaften, die nicht vergessen werden sollten. Das wäre auch nicht im Sinne des Verstorbenen, wenn alle nur am Heulen wären. Deshalb sollten Sprüche zur Trauer einige positive Aspekte des Verstorbenen beinhalten. Wie wäre es mit seinen wichtigsten Merkmalen? Wenn er gerne Witze gemacht hat, sollte das unbedingt erwähnt werden. Schließlich hat sich die Person bestimmt selbst damit identifiziert und möchte jetzt nicht als langweiliger Bürosklave dastehen - nur weil die Anwesenden versucht hatten, ihre Verse für Abschied sprichwörtlich politisch korrekt zu formulieren.

Wie wird in anderen Ländern damit umgegangen?

Deutschland ist ein christlich geprägtes Land und schreibt gerne Sprüche zur Trauer. Doch der Tod wird nicht in allen Kulturkreisen als etwas Schlechtes angesehen. Auf Hawaii ist es üblich, Menschen mit einer Seebestattung zu verabschieden. Diese macht auf Christen einen sehr fremden Eindruck. Während christliche Seebestattungen eine traurige Angelegenheit sind, bei denen jeder seine Texte für Trauer vorträgt, wird auf Hawaii groß gefeiert. Es findet zu Ehren des Toten ein gigantisches Fest statt, das keine Sprüche zur Trauer kennt. Ganz im Gegenteil. Es werden fröhliche Lieder gesungen!
In China läuft es anders ab. Wenn jemand stirbt, werden Texte für Trauer geschrieben. Anschließend zieht der älteste Sohn von Haustür zu Haustür und verbreitet die schlechte Nachricht. Das Ganze geschieht unter Tränen und ist eine emotionale Angelegenheit. Während dem Quingming-Fest, dem Totengedenkfest, wird dem Verstorbenen die letzte Ehre erwiesen. Hier erhält jeder Angehörige die Chance, seine letzten Texte für Trauer vorzutragen.
Interessant ist hierbei die Farbwahl der verschiedenen Völker. In Deutschland und China gilt Schwarz als die Farbe der Trauer. Indien sticht dabei klar heraus, denn hier ist es die Farbe Weiß. Auch in diesem Land gibt es eine eigene Tradition, wie mit Trauer umgegangen wird. Eine Familie darf sich 13 Tage nicht an religiösen Treffen oder Zeremonien beteiligen, wenn jemand verstirbt. Sobald ein Jahr vergangen ist, folgt die Shaddra-Zeremonie. Bei diesem Fest erhält der Verstorbene seine letzten Gaben. Verse für Abschied sind zu diesem Zeitpunkt angemessen.

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